Wie modernisiere ich ein Büro ohne Umbau?
24.09.2026
24.09.2026
Wie viele Arbeitsplätze werden an einem normalen Arbeitstag tatsächlich gleichzeitig genutzt? Diese einfache Frage kann viel verändern. Wir hatten uns das auch gefragt, unsere anschliessende Berechnung zeigte nicht ganz überraschende Ergebnisse: 59% unserer Arbeitsplätze waren im Schnitt leer.
Beim aktivitätsbasierten Arbeiten wird die Bürofläche nicht nach Personen, sondern nach Tätigkeiten organisiert. Mitarbeitende wählen den Arbeitsplatz passend zur aktuellen Aufgabe:
Arbeitsplätze die wenig belegt sind, können so Platz schaffen, für Arbeitsbereiche die fehlen.
Das Büro hat heute noch eine weitere Aufgabe: Es ist ein Ort der Begegnung. Gerade wenn Mitarbeitende teilweise im Homeoffice arbeiten, gewinnen Gemeinschaftszonen an Bedeutung. Eine attraktive Pausenzone, ein grosser gemeinsamer Tisch oder eine informelle Besprechungszone kann aus einer wenig genutzter Fläche einen Ort machen, an welchem sich Mitarbeiter treffen und sich austauschen.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Lounge-Möbel aufzustellen. Die Fläche sollte einen klaren Zweck haben und zum Arbeitsalltag des Unternehmens passen.
Ein Büro kann auch optisch modernisiert werden, ohne Böden herauszureissen oder Wände zu versetzen. Eine neue Möblierung, Farben, Pflanzen, Beleuchtung oder einzelne Gestaltungselemente können die Wirkung eines Raumes stark verändern. Bestehende Möbel müssen dabei nicht automatisch ersetzt werden. Oft lassen sie sich neu anordnen und gezielt mit neuen Elementen ergänzen.
Modern bedeutet nicht einfach «hipp». Gute Bürogestaltung verbindet Atmosphäre mit Funktion und schafft eine Umgebung, in der sich Mitarbeitende gerne aufhalten.
Wer offene Flächen und Gemeinschaftszonen schafft, sollte gleichzeitig die Raumakustik betrachten. Denn Kommunikation und konzentriertes Arbeiten können sich gegenseitig stören. Akustikelemente an Wänden und Decken, Stellwände oder Tischabsorber helfen, Schall zu reduzieren. Zusätzlich ist eine gute Zonierung wichtig, lautere Bereiche für Austausch sollten möglichst nicht direkt neben ruhigen Fokusbereichen liegen.
Ein häufiges Problem moderner Büros sind fehlende Räume für Videocalls, kurze Meetings und konzentriertes Arbeiten. Dafür muss nicht zwingend gemauert werden. Trennwände oder Raum-in-Raum-Systeme können bestehende Flächen neu strukturieren. So entstehen beispielsweise Telefonboxen, kleine Meetingräume oder ruhige Arbeitsplätze, ohne die gesamte Bürostruktur zu verändern. Büroboxen zum Beispiel sind Komplettlösungen die lediglich einen Stromanschluss benötigen und keine Anpassungen am Gebäude notwendig machen.
Nicht jedes Büro lässt sich ohne bauliche Eingriffe sinnvoll modernisieren. Wenn Raumaufteilung, Beleuchtung, Elektroinstallationen, Lüftung oder andere technische Voraussetzungen alt sind und nicht mehr zu den Anforderungen passen, kann ein Teilumbau sinnvoll sein.
Ein Komplettumbau wird meist erst dann notwendig, wenn Nutzung, Gestaltung und technische Infrastruktur grundsätzlich neu gedacht werden sollen.
Wer sein Büro modernisieren möchte, sollte nicht zuerst fragen: Was können wir neu kaufen oder umbauen? Sinnvoller sind drei andere Fragen: Wie arbeiten wir heute? Welche Flächen nutzen wir wirklich? Und was fehlt unseren Mitarbeitenden im Arbeitsalltag?
Oft zeigt sich dabei, dass eine neue Zonierung, weniger fixe Arbeitsplätze, bessere Akustik sowie attraktive Fokus-, Meeting- und Gemeinschaftsbereiche bereits einen grossen Unterschied machen können, ganz ohne Komplettumbau.
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