Ratgeber

Zusätzliche Räume im Büro schaffen: Raum-in-Raum Box oder Trennwand?

24.08.2026

Dein Büro braucht zusätzliche Meetingräume, Rückzugsorte oder Einzelbüros? Dafür musst du nicht zwingend klassisch umbauen. Mit einem Raum-in-Raum-System oder einer Systemtrennwand gibt es zwei unterschiedliche Wege, neue Räume zu schaffen. Doch welche Lösung passt zu deinem Projekt?

Zusätzliche Räume im Büro schaffen: Raum-in-Raum Box oder Trennwand?

Die Antwort hängt weniger vom Produkt als von deiner Fläche ab: Wie viele Räume brauchst du? Wie hoch sind die bestehenden Räume? Wie viel darf umgebaut werden? Wie viele technische Anpassungen sind nötig? Wie schnell soll die Lösung stehen? Was kostet am Ende der fertig nutzbare Raum?




Diese fünf Fragen helfen bei der Entscheidung. 


1. Einzelner Raum oder neue Raumstruktur?


Für einen einzelnen Meeting-, Fokus- oder Rückzugsraum ist ein Raum-in-Raum-System oft sinnvoll. Die Box wird als eigenständige Komplettlösung in die bestehende Fläche integriert. Sogar grosse Meetingräume bis 10 Personen sind möglich.


Sollen dagegen mehrere Büros, Sitzungszimmer, Korridore oder unterschiedliche Raumgrössen entstehen, bietet die Trennwand mehr planerische Freiheit. Glasflächen, Vollwände, Türen und Oberflächen lassen sich individuell kombinieren.


  • Einzelne Räume: Raum-in-Raum prüfen.
  • Komplette Raumstrukturen: Trennwand prüfen.




2. Wie stark darf in das Gebäude eingegriffen werden?


Ein Raum-in-Raum-System benötigt keine baulichen Eingriffe. Die Box wird montiert und benötigt lediglich einen passenden Stromanschluss.


Eine Trennwand wird Teil des Innenausbaus und an Boden, Wand und Decke befestigt. Sie ist trotzdem flexibel: Moderne Systemtrennwände können später demontiert, versetzt und wiederverwendet werden. Der Aufwand dafür ist jedoch höher als bei einer freistehenden Box.


Gerade bei Mietflächen kann dieser Unterschied relevant sein.




3. Wie hoch ist der bestehende Raum?


Bei hohen Räumen kann eine Trennwand aufwendiger werden. Neben der Wandhöhe müssen auch Anschlüsse, Akustik und Gebäudetechnik berücksichtigt werden.


Ein Raum-in-Raum-System bringt seine eigene Decke und Lüftung mit und ist dadurch weitgehend unabhängig von der bestehenden Raumhöhe. Die Grösse der Fläche spielt dabei keine Rolle. Heutige Raum-in-Raum Systeme können individuell konstruiert werden.


Bei hohen Büroflächen, Hallen oder Industrieflächen lohnt es sich deshalb besonders, Raum-in-Raum als Alternative zu prüfen.




4. Wie schnell soll der Raum nutzbar sein?


Eine Box ist eine Komplettlösung: Lüftung, Beleuchtung, Akustik und Stromanschlüsse sind bereits integriert. Nach der Montage und dem Anschluss der Box kann der Raum genutzt werden.


Bei einer Trennwand entsteht der Raum zusammen mit dem Innenausbau. Je nach Projekt müssen zusätzlich Elektro, Beleuchtung, Lüftung, Decke oder Boden angepasst und verschiedene Gewerke koordiniert werden. Dafür bietet die Trennwand mehr Freiheit bei Grundriss, Gestaltung und technischer Integration.




5. Was kostet der fertige Raum?


Beim Preisvergleich lohnt sich der Blick auf die Gesamtkosten bis zum nutzbaren Raum. Eine Box kann beim reinen Produktpreis teurer erscheinen. Dafür sind Lüftung, Licht und Stromanschluss bereits Teil der Lösung.


Bei einer Trennwand kommen je nach Projekt neben dem Wandsystem weitere Arbeiten und Installationen hinzu. Bei mehreren Räumen oder einem kompletten Büroausbau kann die Trennwand wiederum wirtschaftlicher sein.


Deshalb gilt: Nicht Box und Wand direkt vergleichen, sondern die Gesamtkosten des fertig nutzbaren Raums.

Raum-in-Raum oder Trennwand? Eine Entscheidungshilfe (Tendenz)



  • Einzelner Meeting- oder Fokusraum: Raum-in-Raum
  • Mehrere Räume / komplette Raumstruktur: Trennwand
  • Möglichst wenig Eingriff ins Gebäude: Raum-in-Raum
  • Sehr hohe bestehende Räume: Raum-in-Raum prüfen
  • Schnelle, weitgehend fertige Lösung: Raum-in-Raum
  • Individueller Grundriss und Gestaltung: Trennwand
  • Spätere Anpassung der Raumaufteilung: Beides möglich
  • Kosten: Gesamtlösung vergleichen




Und die Akustik?


Bei der Akustik gibt es keinen direkten Gewinner. Sowohl hochwertige Raum-in-Raum-Systeme als auch korrekt und hochwertig geplante Trennwände erreichen eine sehr gute akustische Abschirmung. Entscheidend ist die Nutzung. Ein normales Meeting stellt andere Anforderungen als ein vertrauliches HR-Gespräch. Die richtige Frage lautet deshalb: Wie viel akustische Privatsphäre braucht der Raum?




Fazit


Raum-in-Raum Lösungen sind besonders interessant für einzelne Räume, schnelle Umsetzung, geringe bauliche Eingriffe oder hohe bestehende Räume.


Trennwände sind stark, wenn mehrere Räume entstehen, individuelle Grundrisse gefragt sind und der Ausbau stärker in die Architektur integriert werden soll.


Beide Systeme bleiben anpassbar. Welches wirtschaftlicher ist, zeigt sich erst, wenn der fertig nutzbare Raum verglichen wird, nicht nur Box und Wand.




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